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Taggi Redakteur

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Chemie
Rohes Frühstücksei chemisch ausziehen


Ein rohes Ei schälen, ohne dabei ein Küchenchaos zu veranstalten – geht das? Klar, auf chemischem Weg ist das kein Problem. Du benötigst hierzu lediglich ein rohes Ei, ein Trinkglas und Tafelessig.



Zur Durchführung des Versuchs legst Du das Ei vorsichtig in das Trinkglas. Halte hierzu das Glas etwas schräg und lasse das Ei in das Glas reinrollen. Gieße nun vorsichtig so viel Essig über das Ei, dass es etwa daumenbreit hoch bedeckt ist. Was kannst Du beobachten? Nach wenigen Minuten bilden sich auf der Eierschale Gasbläschen, und nach etwa zwei Stunden hat sich auf dem Essig eine schleimige Masse gebildet. Lasse das Ei über Nacht stehen, gieße die Flüssigkeit am nächsten Tag vorsichtig in den Ausguss und wasche das Ei unter fließendem Wasser. Die Eierschale hat sich vollkommen aufgelöst. Es bleibt nur noch die Eihaut zurück, die sich gummiartig anfühlt.



Warum ist das so? Die Eierschale besteht hauptsächlich aus Kalk (chemisch: Calciumcarbonat), einem Mineralstoff, der auch in unseren Knochen vorkommt. Säuren, wie die Essigsäure, greifen Kalk an und lösen ihn auf, wobei das Gas Kohlenstoffdioxid frei wird, das sich als Gasbläschen auf der Eierschale sammelt. Nach dem Weglösen der Kalkschicht wird das Ei nur noch von elastischen Eierschalenhäutchen zusammengehalten. Das ist dafür verantwortlich, dass sich das Ei gummiartig anfühlt. Die beim Auflösen entstehende schleimige Masse auf der Flüssigkeitsoberfläche war vor dem Auflösen eine Art Gerüstsubstanz für die Schale, in welche das Calciumcarbonat in Form kleiner Partikel eingelagert war.


Von Isabel Trzeciok und Thomas Waitz

 
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