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Puuuuhhh, so eine Hitze. „Ich schwitze wie ein Schwein“, sagen manche
schon mal leicht dahin, wenn es draußen besonders heiß ist. Aber stimmt
das denn? Können Schweine tatsächlich schwitzen? Und was ist mit
anderen Tieren? Es ist eigentlich keine schöne Vorstellung, bei diesen Temperaturen statt in kurzen Hosen und T-Shirts herumzulaufen ein Fell tragen zu müssen. Da muss der Hund doch furchtbar schwitzen, oder? Nein, muss er nicht. Nicht einmal, wenn er sich in der prallen Sonne aufhält. Denn Hunde schwitzen nie, egal wie warm es draußen ist. Sie können gar nicht schwitzen, weil sie unter ihrem Fell keine Schweißdrüsen besitzen. Bei ihnen schwitzen nur die Füße. Denn Hunde haben nur an den Pfoten Schweißdrüsen. Der wenige Schweiß, der darüber abgesondert werden kann, reicht aber nicht aus, um den ganzen Hundekörper zu kühlen und ihn somit vor dem Überhitzen zu bewahren.
Deshalb hecheln Hunde. Indem sie ihren Mund öffnen und die Zunge heraushängen lassen, verdampft der Speichel in der Luft – und das kühlt schön. Damit ihnen möglichst rasch kühler wird, atmen Hunde ganz schnell: Statt sonst 40 Mal in der Minute lassen sie bis zu 400 Mal pro Minute warme Luft aus ihrem Mund. 
Auf diese Weise kühlen sich mehrere Tiere ab, die ähnliche Voraussetzungen wie Hunde haben. Zum Beispiel Katzen: Auch die Samtpfoten haben ein Fell und nur wenige Schweißdrüsen an den Zehen- und Sohlenballen. Diese benutzen sie allerdings nicht, um sich abzukühlen, sondern nur, um Duftmarken zu setzen. Indem eine Katze ihr Pfötchen über einen Gegenstand reibt, sondert sie einen Duftstoff ab. Wenn dann eine andere Katze kommt, weiß sie: Achtung! Dieser Gegenstand gehört schon jemandem.Â
 Wenn Katzen heiß ist, legen sie sich in den Schatten. Wenn es aber auch dort zu heiß ist, verschaffen sie sich Abkühlung von außen. Sie lecken sich ihr Fell. Die Spucke verdunstet auf der Haut und der Katze wird kühler. Damit haben sie übrigens etwas mit Mäusen und Ratten gemeinsam. Die lecken sich auch das Fell, wenn es ihnen zu warm wird.
Allerdings würde wohl keine Katze auf die Idee kommen, sich ins kalte Wasser zu stürzen, um diesen Effekt zu verstärken wie es Nager gern tun. Dazu sind Katzen viel zu wasserscheu.

Ganz im Gegensatz zu Vögeln. Wenn sie eine Vogeltränke sehen, trinken sie daraus nicht nur Wasser, am liebsten hüpfen sie gleich direkt hinein. Verständlich, oder? Auch Menschen fühlen sich im Sommer beim Baden im Meer oder im Freibad besonders wohl – und das, obwohl sie im Gegensatz zu Vögeln schwitzen können. Das Wasser, selbst wenn es ebenso warm ist wie der Körper selbst, verdunstet auf der Haut und kühlt Menschen ebenso wie Vögel ab. Außerdem strecken Vögel die Flügel von sich, um die Hitze darunter an die Luft abzugeben. Eine Ausnahme unter den Vögeln stellen die Störche dar, die eine wenig appetitliche Art der Abkühlung suchen: Sie koten sich auf die Beine, um sich Abkühlung zu verschaffen.
 Im Gegensatz dazu ist „Schwitzen wie ein Schwein“ ganz harmlos. Schweine können nicht so viel schwitzen, dass ihre Körpertemperatur ausreichend sinkt, weil sie nur ganz wenige Schweißdrüsen am Rüssel, am Bauch und am Po haben. Damit sie dennoch einen kühlen Kopf bewahren, gehen sie baden, allerdings nicht im Wasser, sondern im Schlamm. Der Matsch hat dabei neben der kühlenden noch eine zweite Funktion: Er hält Fliegen, Mücken, Bremsen und sonstige lästige Parasiten vom Schwein fern. Das hat nämlich gern seine Ruhe, nachdem es sich gesuhlt hat.

So wie die Kühe, die man derzeit auf den Weiden liegen sieht. Kein Wunder: Für Kühe ist die Hitze eine so große Belastung, dass sie bei großer Hitze viel weniger Milch geben. Kühe mögen es lieber kühl. So zwischen minus sieben und 17 Grad fühlen sie sich wohl. Das heißt aber auch, dass sie sich besonders gut abkühlen müssen, wenn es wie jetzt mehr als 30 Grad warm ist. Sie nutzen zum Beispiel ihre Hörner als Hitzeableiter. Die Hörner werden stark durchblutet. Mit dem Blut wird Wärme transportiert, die über die Hörner an die Luft abgegeben werden kann.

Außerdem schwitzen Kühe eigentlich wie die Schweine. Ob sie das allerdings unter den schwarzen Flecken stärker tun als unter den weißen – man weiß es nicht.
Von Nadine Eckermann
Und wie schwitzen jetzt eigentlich Kängurus? So ähnlich wie Katzen, nämlich nur unter dem Schwanz und an der Zunge.
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